Donnerstag, 7. Dezember 2017

Geschrieben | Der NaNoWirMo 2017 - Die Reise der Victory

Der November ist ja nun schon wieder vorbei und wir nähern uns allmählich dem ganzen Weihnachtstrubel. Ich hoffe, ihr seid vergangene Woche gut in die Adventszeit gestartet und habt vielleicht schon den einen oder anderen Glühwein auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt verknuspert. :)

Nichtsdestotrotz möchte ich mit euch heute einmal auf den November zurück schauen. Denn wie im letzten Jahr angekündigt, habe ich auch dieses Jahr am National Novel Writing Month teilgenommen. 
Und ebenfalls wie letztes Jahr war ich ganz der Rebell und habe natürlich nicht eine neue Story begonnen, sondern ganz rebellisch eine bereits begonnene Arbeit aufgenommen. 


Mitmach-was?

Allerdings war es dieses Mal nicht dieselbe wie letztes Jahr - auch wenn dies nicht daran liegt, dass ich die schon fertig hätte. Schön wäre es, aber nein. An dem Buch aus dem letzten Jahr wird fleißig im Hinterstübchen weiter geplottet und geschrieben.

Teilgenommen habe ich dieses Jahr mit einem etwas anderen Format: einer Mitmachgeschichte. Um kurz anzureißen, was dies bedeuten soll: eine Mitmachgeschichte setzt sich aus der Idee des Autoren (also mir) und den Figuren der Leser zusammen. Dabei besteht das erste Kapitel meist aus einem Prolog und der Beschreibung der Idee und des groben Plots. Daraufhin folgt oft ein Abschnitt mit Regeln, welche die Leser beim Schreiben des Steckbriefs einhalten sollen (in letzter Zeit bin ich immer weniger von dieser Vorgehensweise überzeugt, aber sei's drum), worauf dann letztlich der Steckbrief folgt, den die Leser ausfüllen und dem Autoren zukommen lassen sollen. Was genau darin abgefragt wird (von Namen, über Beruf und Vergangenheit, vielleicht bis hin zu bestimmten Verhaltensweisen in bestimmten Situationen) hängt vom jeweiligen Autoren ab und wohin er mit seiner Geschichte will und in welchem Genre diese angesiedelt ist und so weiter. 

Kleiner Funfact: mir fällt es jedes Mal unglaublich schwer, so einen Muster-Steckbrief zu erstellen und mir fällt immer erst beim Lesen der ausgefüllten Steckbriefe auf, was ich noch hätte abfragen können. Aber man lernt ja dazu. :D

Mitmachgeschichten zeichnen sich also dadurch aus, dass Leser und Autor dicht beieinander arbeiten und der Autor eben die von den Lesern entwickelten Charaktere einbringt (oder nicht, wenn ihm der Steckbrief bzw. die Figur nicht gefällt). 



Worum geht's bei der Victory?

Die Reise der Victory ist der Name besagter Mitmachgeschichte und läuft seit Januar 2016 auf fanfiktion.de. Es ist eine Science-Fiction Geschichte, die größtenteils auf dem Raumschiff Victory spielt, welches als erstes Raumschiff seiner Art den Menschen ermöglicht, über das eigene Sonnensystem hinaus zu reisen. Das Ganze spielt im Jahr 2275, wobei die Victory bereits im Jahre 2175 von der Erde aus gestartet ist. Einhundert Jahre lang reiste die Besatzung im kryogenen Schlaf durch das All, während der Autopilot der Victory nach einem bewohnbaren Planeten suchte. Suchte, Vergangenheit, richtig. Denn so einfach, wie man sich dieses Vorgehen damals auf der Erde vorgestellt hatte, sollte es nicht laufen. Dr. William Winton wird mit Beginn der Geschichte von dem Schiff selbst aus seinem Schlummer geweckt, da der Autopilot ausgefallen ist. Als er sich einen Überblick über die Lage verschafft wird klar: das Schiff ist gestrandet, im Nirgendwo zwischen zwei Galaxien und ohne einen Orientierungspunkt. Was geschehen ist und wieso muss der Wissenschaftler nun herausfinden und steht dabei unter enormen Druck, denn eines ist klar: einmal aus dem kryogenen Schlaf geweckt, kann man nicht einfach wieder in seine Kammer steigen und die nächsten hundert Jahre abwarten. Aber alleine kann er das Schiff nicht steuern oder gar den Autopiloten wieder in Gang bringen. Es muss also Hilfe her. Und der Captain sollte vermutlich auch aufgeweckt werden... 


Und wie lief der NaNo?

Ziemlich gut, um ehrlich zu sein. Wenn ihr euch gleich unten meine diesjährigen stats anseht denkt ihr das vermutlich nicht, aber doch: es lief gut.


Knapp 9.000 Wörter, ja, ich weiß. Nicht viel mehr als letztes Jahr und auch meine Balken rechts sehen nicht so berauschend aus.
Aber! Ich habe nebenbei am Plot weiter gearbeitet und diesen verfeinert und dabei auch gleichzeitig eine Möglichkeit gefunden, wie ich produktiver ans Schreiben heran gehen kann.

Natürlich, rein von den Zahlen her habe ich nicht mal annähernd das Ziel erreicht und im Gegensatz zum letzten Jahr, an nicht einmal einem Tag das Tagesziel an Wörtern erreicht. Aber ehrlich gesagt hätte ich selbst gedacht, dass es mich mehr stören würde. Das tut es aber nicht im Geringsten.
Immerhin: ich habe innerhalb von vier Wochen 9.000 Wörter geschafft und mir eine kleine Deadline für's Hochladen der Kapitel gesetzt: jeden oder jeden zweiten Sonntag gibt es ein neues Kapitel. 

Ich bin motiviert, meine Leser sind es, konstruktives und produktives Feedback gibt es auch - und Lob! So viele liebe Worte, die mich etwas bauchpinseln und so ungemein glücklich machen! 
Besser hätte der diesjährige NaNo nicht laufen können! ♥




Habt ihr schon einmal etwas vom NaNoWriMo gehört? Oder gar selbst teilgenommen? Gibt es unter euch sonst vielleicht jemanden, der auch unabhängig davon gerne einmal zum Schreibstift greift?





Liebst,
Moony

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